Worum geht's?
Der Bücherjäger Dean Corso (Johnny Depp)
wird von dem Sammler Boris Balkan angeheuert,
ein Buch mit dem mysteriösen Titel "Die Neun Pforten ins Reich der Schatten" ausfindig zu machen. Es
heißt, bei einem der drei existierenden Exemplare dieses Buches hat der Teufel selbst seine Finger im
Spiel gehabt. Während seiner Reisen nach New York, Toledo, Paris und Cintra dringt Corso immer tiefer in
ein Labyrinth aus Fallen, Versuchungen, mysteriösen Begegnungen, Gewalt und Tod. Verfolgt von einer mörderischen
Furie, beschützt von einem mysteriösen Wesen und geleitet von einer ihm unerklärlichen Kraft gelingt es Corso,
nicht nur die Rätsel des Buches zu lösen. Bald erkennt er auch den wahren Grund für seine gefährliche Mission...
Diesen verrate ich hier aber nicht. Oder doch?
Lies einfach weiter!!!
Was halte ich davon?
Johnny Depp,
einer der besten Schauspieler unserer Zeit, in einem Film mit einer
teuflisch guten Handlung von Roman Polanski,
einem der besten Regisseure unserer Zeit.
Dieser Film fesselt den Zuschauer von der ersten Minute an. Man durchlebt die surreale, mystische Reise von
Dean Corso, der mit Geschehnissen konfrontiert wird, bei denen anscheinend höhere Mächte ihre Hand im Spiel
haben. Abgesehen davon, dass mich das Thema des Filmes absolut beeindruckt hat, ist auch die Umsetzung von
Polanski außerordentlich gelungen.
Fazit: Pflichtfilm.
Was gibt's zu den Stars zu sagen?
Johnny Depp lernten wir in der Serie
"21 Jump Street" als Undercover-Jugend-Cop kennen.
(Wahrscheinlich so eine überkreative Idee von so einem Hollywoodschnösel!!!)
Im Jahre 1990 arbeitete er das erste Mal mit Tim Burton (ja, er ist auch mein Lieblingsregisseur!!!)
zusammen und daraus ward der Film "Edward mit den Scherenhänden".
Depp arbeitete weiter hart an seiner
Kinokarriere und erntete dafür vor allem für seine Rolle in "Benny und Joon"
Lob von den Kritikern.
(Fabelhaft, wie er in diesem Film Slapstickeinlagen à la Charly Chaplin oder Buster Keaton spielt.)
Im selben Jahr wurde der Film "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" veröffentlicht,
der erste Kinofilm, den ich von ihm sah.
1994 spielte er Ed Wood, den schlechtesten Regisseur aller Zeiten, in dem gleichnamigen Film von
Tim Burton (Überraschung, Überraschung!!!) Weitere Zusammenarbeiten mit Depps Lieblingsregisseur
gab es bei den Filmen "The Astronaut's Wife" und "Sleepy Hollow".
Ende 1999 lief der Film "Die Neun Pforten" mit Johnny Depp als Dean Corso in der Hauptrolle in den Kinos an.
Lena Olin kannte ich als Femme Fatale aus dem Film
"Romeo is Bleeding". Und eine solche Rolle spielt sie auch
in diesem Film, in dem sie als Liana Telfer Dean Corso mächtig zusetzt, da sie unbedingt in den Besitz des
Buches "Die Neun Pforten in das Reich der Schatten" gelangen will.
Lena Olin debütierte 1988 im amerikanischen Filmbusiness in
"Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" an der
Seite von Daniel Day-Lewis. Für den Film "Feinde - die Geschichte einer Liebe"
wurde sie für den Oscar nominiert. Im Jahr 2000 sah man sie auch in Lasse Hallströms Komödie
"Chocolat" mit Johnny Depp und Juliette Binoche.
In den weiteren Rollen agieren Frank Langella als Boris Balkan,
Dean Corso's Auftraggeber, und Emanuelle
Seigner als das geheimnisvolle Mädchen. Seigner scheint auch eine Lieblingsdarstellerin
von Roman Polanski
zu sein, denn das Ex-Model wirkte auch in seinen Filmen "Frantic"
und "Bitter Moon" mit.
Fakten, Fakten, Fakten
Der Film ist eine Off-Hollywood-Produktion. Jaaaa, auch in Europa werden gute Filme gedreht!!
Basierend auf dem Roman "Der Club Dumas" vom spanischen Autor Arturo Perez-Reverte entstand diese
französisch-spanische Co-Produktion, bei der Roman Polanski,
als Regisseur und Produzent agierte.
Somit drehte Polanski nach "Rosemaries Baby" wieder einen Film mit okkulten Inhalten.
Man könnte sagen "Die Neun Pforten" sei einer von vielen
mystischen Thrillern vor der Jahrtausendwende.
Doch es gibt da einige Dinge die diesen Film vom Rest abheben:
1. |
Er hat eine Handlung. (Darf man heutzutage nicht mehr als Muss
voraussetzen). Erschwerend kommt hinzu,
dass die Story auch noch verdammt gut ist.
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2. |
Der Film bleibt bis zum Schluss spannend. (Ist auch selten.)
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3. |
Es wird auf Effektorgien (dieses Wort liebe ich) á la
"End of Days" verzichtet.
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4. |
Roman Polanskis Stil verleiht dem Film eine eigene Stimmung. In einer
subtilen und ruhigen Erzählweise
setzte "Die Neun Pforten" für mich
einen neuen Standard, was dieses Filmgenre betrifft.
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Und wie immer möchte ich darauf hinweisen, dass Du mir jederzeit mailen kannst, was Du von dem
Film hältst. Auch wenn Du Fragen zum Film, zu Schauspielern, Regisseuren oder was auch immer hast, kontaktiere mich
einfach unter
burgfried@yahoo.com.
Hier kannst Du die Kritiken nachlesen,
die wir schon bekommen haben.
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