Eine Entdeckungsreise mit
aktuellen Aufnahmen unseres Sonnensystems

Astronomie

Eine Entdeckungsreise mit aktuellen Aufnahmen unseres Sonnensystems

Worum geht's?

Wie der Titel des Buchs schon sagt geht es um Astronomie, der wissenschaftlichen Erforschung von Himmelskörpern.

Konkret befasst sich der Beginn des Buchs mit der Geschichte der Astronomie und den ersten Weltbildern. In diesen wird die Erde Schritt für Schritt degradiert. Und zwar vom Mittelpunkt des Universums, zu einem Trabanten eines durchschnittlichen Sterns, von denen es Milliarden in einer Galaxie gibt, von denen es ebenfalls wieder Milliarden gibt. Man trifft dabei - schon wie bei den berühmtesten Formeln der Welt - auf so klingende Namen wie Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler, Galileo Galilei, Isaac Newton oder Albert Einstein. Anschließend wird das Raumfahrtzeitalter beleuchtet, wobei der Wettlauf ins All zwischen der USA und der Sowjetunion den Hauptteil ausmacht.

Aber dann geht es ans Eingemachte: Zunächst wird ein Überblick über das Sonnensystem gegeben und danach die Sonne sowie jeder Planet (inklusive Pluto, der zum Zeitpunkt der Bucherscheinung noch Planetenstatus genoss) genau beschrieben. Dies macht zum einen den Hauptteil des Buchs aus und ist auch auf dem Titelbild dargestellt.

Astronomie



Als nächstes wird auf andere Himmelskörper wie Asteroiden, Meteoriten und Kometen eingegangen. Zum Abschluss wendet man sich anderen Größenordnungen zu: Zunächst werden Sterne, Sternbilder und Sternnebel behandelt. Danach die Milchstraße und andere Galaxien. Mit einem Abschnitt über das Universum im Allgemeinen endet das eigentliche Buch.

Ein Anhang mit jeder Menge Zahlen, Fakten und Daten, sowie ein Register ermöglichen eine effiziente Suche.

Warum gefällt es mir so gut?

Wie man auf dem Einband bereits sieht ist das Buch sehr billig und man bekommt um seine 5 EUR wirklich sehr viel geboten. Allerdings gefällt mir das Buch nicht seines Preises wegen. Hier ein paar Punkte, warum ich mir das Buch jederzeit wieder kaufen würde:
  • Das Buch gibt einen geschichtlichen Einblick in die Entwicklung der Astronomie.
  • Die Kapitel sind in sich abgeschlossen. Man kann daher sein Wissen über einen Planeten direkt auffrischen, ohne davor alles von vorne lesen zu müssen.
  • Am Ende jedes Kapitels über einen Planeten, gibt es eine Zusammenfassung mit Zahlen und Fakten, die mich zu mehreren Ideen inspiriert hat, um Eigenschaften von Planeten einander gegenüber zu stellen. Ich erlaube mir hier etwas ins Detail zu gehen und mal die Kriterien aufzuzählen:
    • Entdecker und Entdeckungsdatum (Das wird erst ab dem Uranus so richtig interessant.)
    • Geringste Entfernung zur Erde
    • Mittlere Entfernung zur Sonne
    • Mittlere Bahngeschwindigkeit
    • Durchmesser, Umfang, Fläche
    • Anzahl der bekannten Satteliten (Wieder eine Kategorie, bei der es schwer ist, aktuell zu bleiben.)
    • Anzahl der bekannten Ringe
    • Neigung der Rotationsachse
    • Umlaufdauer (Dauer eines Jahres)
    • Rotationsdauer (Dauer eines Tages)
    • Oberflächenschwerkraft
    • Temperatur
    • Bestandteile der Atmosphäre und atmosphärischer Druck
    • Masse, Volumen, Dichte
    • Beschaffenheit der Oberfläche
  • Geschichtliche Daten über die Planeten bzw. Daten über die größten Monde findet man im Anhang.
  • Das Buch enthält durchgehend sehr viele, wirklich gute Abbildungen. Das hat mich sehr begeistert. (Ich mag halt Bücher mit Bilder!)
  • Man erfährt sehr viele Details und es ist gut und verständlich geschrieben.
  • Einige Inhalte inspirieren mich dazu eine Seite zu gestalten, die dem HTML 5 Projekt "Planetarium" ähnelt. Mal schauen, ob ich sowas mal zustande bringe.

Was gefällt mir nicht so gut?

Der einzige Wehrmutstropfen, der mir jetzt einfällt, ist die Sache mit dem Pluto bzw. generell die Tatsache, dass sich seit 2005 wieder irrsinnig viel in der Astronomie getan hat. (Interessanterweise habe ich bei der Internet-Recherche gefunden, dass das Buch 2011 veröffentlicht wurde. Der Inhalt scheint aber tatsächlich auf dem Wissenstand von 2005 zu sein.)

So wurde eben Pluto der Planetenstatus aberkannt, während er im Buch noch als Planet geführt wird. Es wird zwar schon die Diskussion angesprochen, warum man Pluto nicht mehr als Planet einstufen sollte, und es werden triftige Gründe dafür angeführt. Die Schlussfolgerung "Vermutlich wird der Pluto aus historischen Gründen seinen Planetenstatus behalten." ist aber falsch.

Dieser Punkt und der Umstand, dass es seit 2005 viele weitere Raumerkundungsmissionen gegeben hat, zeigen, dass ein Buch über eine so lebendige Wissenschaft wie die Astronomie sehr schnell an Aktualität verliert. Es müsste daher wohl jedes zweite Jahr eine grundlegend überarbeitete Auflage erscheinen.

Leider musste ich im Rahmen meiner Arbeit an meinem Planetenvergleich feststellen, dass einige Werte nicht (mehr) korrekt sind. Ich werde mich bemühen bald eine Übersicht darüber zusammenzustellen.