Die andere minimale Schwaigen-Tour

Überblick

Einleitung

Eigentlich wollten wir am Freitag, den 29. August 2014, den Wasserleitungsweg von Hirschwang nach Kaiserbrunn gehen. Nachdem aber der Sommer 2014 ein sehr verregneter war, und wir einmal das schöne Wetter ausnutzen wollten, entschieden wir uns für eine Wanderung, bei der man nicht zwischen zwei hohen Bergen wie der Rax und dem Schneeberg im Schatten wandert. (Eine Beschreibung dieses Wegs findet man übrigens hier.)

Also fuhren Amelie, Verena, meine Oma und ich auf die Steyersberger Schwaig, um eine kleine Schwaigen Wanderung vorzunehmen. Verena wollte zur Feistritzer Schwaig gehen, doch ich konnte meine Mitwanderinnen überzeugen, dass wir zur Kranichberger Schwaig wanderten, weil es dort schönere Aussichtspunkte gibt, die bei diesem Wetter ausgenutzt werden mussten. (Insgeheim hoffte ich ja, alle zu einer Schwaigen-Runde überreden zu können.)

Abbildung 1: Ausblick auf die Rax vom ersten Aussichtspunkt
Abbildung 1: Ausblick auf die Rax vom ersten Aussichtspunkt
Links sieht man die Heukuppe, danach schließt der Bogen des Predigtstuhls, der Inhalt meines Titelbanners, an. Rechts knapp vor dem Baum kann man noch die Preiner Wand sehen.



Rauf zur Kranichberger Schwaig

Also gingen wir um ca. 11:30 Uhr vom Parkplatz vor der Steyersberger Schwaig los und bald wurde ich mit dem einen oder anderen Vorwurf von Verena konfrontiert, dass es hier wesentlich steiler sein würde, als hinauf zur Feistritzer Schwaig. Die kleine Amelie hingegen blieb ruhig und so schafften wir es auch bald bis zum ersten Aussichtspunkt. Mit einem Blick zurück auf die Rax konnte Verena etwas verschnaufen und wir machten die ersten Fotos.

Abbildung 2: Meine Oma, meine Amelie und mein Angesicht vor der Aussicht auf die Rax
Abbildung 2: Meine Oma, meine Amelie und mein Angesicht vor der Aussicht auf die Rax



Der Weg selbst führte auf einem Sandweg durch den Wald zunächst ziemlich gerade hinauf bis zu diesem Aussichtspunkt. Danach gab es zwei 180 Grad-Kurven, damit die Steigung nicht zu anstrengend wird. Abschließend führt der Weg aus dem Wald raus auf eine Almwiese, auf deren oberen Ende die Kranichberger Schwaig zu finden ist. Natürlich kann man den Weg mit Abschneider durch den Wald abkürzen, aber so ambitioniert waren wir nicht.

Am Ende des Waldstücks mussten wir über eine dieser Kuhabsperrungen, bei denen über einer Senke lediglich ein paar Balken in regelmäßigen Abständen gelegt sind. Für Menschen mit üblicher Schuhgröße ist das keine Gefahr, weil man nicht reinfallen kann. Aber die Kühe gehen da nicht drüber. Und Verena, unsere "Leitkuh", auch nicht, wenn sie sich nicht an mich klammern kann. Plötzlich waren Kritikpunkte, wie die schlechte Wahl des Weges, wie weggeblasen.

Abbildung 3: Meine Oma, meine Amelie und mein Angesicht vor der Aussicht auf die Rax
Abbildung 3: Verena und Oma vor der Kuhabsperrung.
Dahinter gefährliche Kühe!
Und noch weiter dahinter die Kranichberger Schwaig.
Da lachte Verena noch. Kurz danach klammerte sie!



Noch dazu kam, dass nach dieser Absperrung wirklich einige der besagten Kühe grasten und sich auch uns näherten. Da erinnerte Verena uns an die jüngsten Zeitungsberichte, bei denen Wanderer von Kühen attackiert wurden, und sie klammerte sich weiterhin an mich und an Amelie, die das eher gelassen sah.

Abbildung 4: Eine typische Problemkuh bläst zum Angriff!
Abbildung 4: Eine typische Problemkuh bläst zum Angriff!
Die Kranichberger Schwaig dahinter rückt in weite Ferne.



Nachdem wir die gefährliche Kuhpassage unbeschadet hinter uns lassen konnten, ging es dann das letzte Stück über die Almwiese hinauf zur Kranichberger Schwaig, wo wir um 12:24 Uhr bereits eine heitere Gruppe junger Damen antrafen.

Abbildung 5: Verena und Oma kurz vor der Kranichberger Schwaig
Abbildung 5: Verena und Oma kurz vor der Kranichberger Schwaig
Dahinter ein Blick auf den Schneeberg und den Sonnwendstein.



Auf der Kranichberger Schwaig

Wie sich später herausstellte, waren die Damen auf Polterwanderung zu Fuß auf dem Weg nach Mariazell. Sie wollten heute noch über den Semmering nach Steinhaus gehen. Da diese Gruppe bereits etwas lustiger drauf war, jubelten sie auch über meinen obligaten Leiberlwechsel. Das ist mir in dieser Form noch nicht passiert.

Außerdem trafen wir kurz darauf auch Bekannte, die sich zu uns setzten, und mit denen wir gleich ins Plaudern kamen. Die kleine Amelie bekam zunächst ihr Fläschchen, wobei auch die Sonne noch einmal zwischen den Wolken hervorkam, die während unserer Wanderung aufgezogen waren. Das bewirkte, dass sie am Abend einen leichten Sonnenbrand hatte. (Somit ist auch ihr erster Sonnenbrand dokumentiert!)

Nachdem wir unsere Almjause und Buchtln mit Vanillesauce gegessen hatten, brachen zunächst die jungen Damen auf, mit denen wir noch einen Klopfer tranken, und danach machten wir uns auf. Die Hoffnungen, dass wir die Schwaigenrunde gehen würden, zerschlugen sich bald, weil immer mehr Wolken aufzogen und somit Oma und Verena das Regenrisiko zu hoch einstuften.

Abbildung 6: Die Kranichberger Schwaig
Abbildung 6: Die Kranichberger Schwaig



Runter zur Steyersberger Schwaig

Um ca. 14 Uhr durchquerten wir wieder die gefährlichen Gefielde der Kuhweide. Aber auch dieses Mal schafften wir es ohne gröbere Verletzungen davonzukommen. Nachdem ich Verena auch noch über die Kuhsperre geführt hatte, waren wir alle wieder sehr erleichtert.

Abbildung 7: Verena vor einer Nachwuchs-Problemkuh
Abbildung 7: Verena vor einer Nachwuchs-Problemkuh
Verena hat gut lachen, ist die Kuh ja noch in Ausbildung und daher bei weitem noch nicht so gefährlich!



Danach entdeckte Verena einen riesigen Steinpilz in dem schmalen Waldstreifen, den der Sandweg in der Nähe der ersten 180 Grad-Kurve umschloss. Oma war bald darauf zwischen den Bäumen verschwunden und sattelte vom Wanderer zum Schwammerlsucher um. Der Steinpilz blieb zwar die einzige, aber eine sehr beachtliche Trophäe.

Danach wanderten wir locker die letzten Kilometer hinunter zur Steyersberger Schwaig, wo wir um 14:41 Uhr ankamen, dann gleich zum Auto gingen und wieder aufbrachen.

Fazit

GPS Distanzen

Ort Zeit Dauer
Abschnitt
km
Abschnitt
km/h
Abschnitt
Dauer
Gesamt
km
Gesamt
km/h
Gesamt
Steyersberger Schwaig
1388 m
11:32 - - - - - -
Kranichberger Schwaig Ankunft
1530 m
12:24 52 m 2,33 2,69 52 m 2,33 2,69
Kranichberger Schwaig Aufbruch
1530 m
13:51 - - - 52 m 2,33 2,69
Steyersberger Schwaig
1388 m
14:41 50 m 2,92 3,51 1 h 42 m 5,26 3,09


Direkte Distanzen (Höhenmeter inkludiert)

Ort Zeit Dauer
Abschnitt
km
Abschnitt
km/h
Abschnitt
Dauer
Gesamt
km
Gesamt
km/h
Gesamt
Steyersberger Schwaig
1388 m
11:32 - - - - - -
Kranichberger Schwaig Ankunft
1530 m
12:24 52 m 2,50 2,88 52 m 2,50 2,88
Kranichberger Schwaig Aufbruch
1530 m
13:51 - - - 52 m 2,50 2,88
Steyersberger Schwaig
1388 m
14:41 50 m 3,10 3,71 1 h 42 m 5,59 3,29


Ein Güterweg führt hinauf zur Kranichberger Schwaig, wo es hin- und wieder Aussichtspunkte auf Rax, Sonnwendstein, Schneeberg und Schneealm gibt. Das letzte Stück ist dann etwas steiler hinauf eine Almwiese. Der Weg ist kürzer aber etwas steiler, als jener hinauf zur Feistritzer Schwaig.

Eine schöne, aber kurze Wanderstrecke.